Über Zitate. Oder: Der Umgang mit geklauten Gedanken.

Zitate sind häufiger anzutreffen, als gute eigene Gedanken. Doch sie sind das Ende jeder Idee und ein sicheres Zeichen dafür, dass der Absender selbst nichts Schlaues über sein Angebot sagen kann. Ein kreatives Armutszeugnis, wenn sie zentrale Aussagen bilden. Denn Zitate sind kein Ersatz für Originalität und werden ungefragt genutzt.

Auch wenn das Zitat für sich gesehen klug ist – es kommt nicht aus der Marke heraus. Sondern aus einem  schlauen Kopf, der mit dem beworbenen Angebot nichts zu tun hat. Und wohl kaum gehabt hätte, wenn er oder sie gefragt worden wäre.

Was passiert beim Leser? Der wird sofort an den Absender des Zitates denken. Er entfernt sich also gedanklich vom beworbenen Angebot. Vielleicht wird er sich auch gelangweilt abwenden, weil er das Zitat nun schon zum x-ten Mal liest.

Anders ist es, wenn Sie beispielsweise einen Prominenten unter Vertrag haben und den als Testimonial sprechen lassen. Oder Sie spielen kreativ mit Zitaten, indem Sie denen eigene starke Aussagen gegenüber stellen, also einen Regelbruch, einen Kontrast erzeugen.

Lassen sie sich ruhig von Zitaten inspirieren. Formulieren Sie dann jedoch Ihre eigene Zeile. Jedes Produkt, jede Dienstleistung hat etwas Aussergewöhnliches. Wenn Sie das noch nicht gefunden haben, haben Sie sich noch nicht intensiv genug damit auseinander gesetzt.

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